Eine Woche mit Sponsoren

Sep 12, 2018 -- Posted by : Andreas

Einen großen Beitrag zur Realisierung des Projektes haben unsere Unterstützer aus den beiden zurückligenden Crowdfunding-Kampagnen geleistet. Deswegen waren wir besonders aufgeregt, als einer unserer Hauptsponsoren anrückte. Als Dankeschön für seine Spenden für Dupa Gard hatte sich Max - neben diversen, kleinen Leckerlies - eine Woche Aufenthalt bei uns gewünscht. Inklusive eines vollen Ausflugpaketes.

Nach der Abholung am Bahnhof ging es dann direkt ins Aries Tal, dessen Regenreicher Frühling und Sommer in einen wärmeren und angenehmeren Spätsommer gewechselt hat. Der Fluss fliesst wieder gemächlich, die Obstbäume sind schwer beladen mit prallen Früchten, und die Menschen des Dorfes sind wieder in eine routinierte Eifrigkeit verfallen: Die Ernte- Schlacht- und Zuika-brenn-Zeit steht an. Ein guter Zeitpunkt für Max und seine Freundin Franziska, um zu sehen was sie eigentlich mit ermöglicht haben.

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Gemeinsam machten wir einen Ausflug in die alte Römerstadt Alba Iulia, besuchten den gespaltenen Goldgräberort Goldbach / Rosie Montana, die ehemals florierenden Handelsstadt Abrud und genossen das lokale Slowfood.

Zwei besondere Momente waren dann, zum Abschluss des Besuches, jedoch in Posaga selbst. Um zu sehen, woher eigentlich jeden morgen die leckere Bergmilch an unsere Tür geliefert wird, sind wir einen Abend mit einer der Milchfrauen hoch auf die Weide gewandert. Natürlich nach einem herzlichen Empfang am Hof der Familie, inklusive des obligatorischen Zuika.

Eine knappe Stunde entspannter Wanderung, mit kurzen Pausen um die Landschaft zu genießen, bis wir schließlich die Scheune am Hügelrücken erblickten:

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Die Kühe waren gerade von den Hunden zum Melken eingetreiben worden, und da wir mit ihrer Rudelführerin ankamem ließen sie uns auch problemlos passieren. Das sanfte Licht der unterghenden Sonne verzauberte die nun gut überblickbaren Hügelketten, die den Blick frei machten bis ins wilde Naturschutzgebiet Belioara am Ende unseres Tales.

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Neben den Kühen wartete noch eine besondere Überraschung auf uns: Unser Helfer Catalin steht auch unserer Milchfrau helfend zur Seite - und betreut neben den Kühen auf der Weide, auch seine zwei halb wilden Pferde. Pünktlich zum abendlichen Melken kommen sie auch jeden Abend zur Scheune, um ein wenig Brot und viel Liebe von ihrem Besitzer zu bekommen.

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Eine Flasche noch warme Frischmilch wurde uns noch in die Hand gedrückt, bevor wir dann zügig den Rückmarsch antraten. Wir wollen es vor Einbruch der Dunkelheit ins Dorf schaffen. Unten angekommen gibt es wieder ein leckeres Abendessen mit frischem Büffelkäse, Brot von der Bäckerei nebenan, der leckeren Smantana (eine Art Sahne) aus dem ungarisch geprägten Nachbardorf Rimetea und anderen Leckereien aus der Umgebung. Ach ja, und natürlich ein Schluck der frisch gezapften Kuhmilch, von dessen puren Ursprung wir uns nun alle überzeugen konnten. So gut schmeckt nur Milch von glücklichen Naturwiesenkühen :D

Die Zeit ging natürlich viel zu schnell, sodass der abschließende Besuch beim Imker am Ende etwas gekürzt werden musste. Aber den mitgenommenen Honig könnt ihr nun auch in Deutschland genießen, und an euren Eindrucksreichen Urlaub in den Karpaten zurückdenken.

Euch und allen anderen Unterstützern wollen wir nochmals Danken, und hoffen dass auch andere uns im nächsten Sommer besuchen kommen. Derzeit haben wir unsere wohl letzten Gäste dieses Jahres hier, und sind bereits etwas wehmütig Angesichts des baldigen Abschiedes. Aber mehr dazu im nächsten Blog.

 

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